Pressestimmen
"Vorgehört: Lunar Regions von Moon Alley"
"Es liegt etwas in der Luft, wenn die jungen "Springinsfelde" von der Formation "Moon Alley" die Bühne betreten. Heiß wird es nun auch im CD-Player. Denn die fünf Lauterer Jazzer haben einen Silberling vorgelegt, der aufhorchen lässt. Und das ausschließlich mit eigenen Kompositionen. Unser Mitarbeiter Walter Falk hat einen kleinen Lauschangriff vorgenommen.
Da sage noch einer, der Jazz in Kaiserslautern habe nicht genügend Nachwuchs. Tobias Weber und seine Kommilitonen aus dem Uni-Umfeld beweisen, dass die Stadt im Jazz nicht zurückstehen muss.
Musik pur, entschlackt von unnötigem Ballast, ist die Devise. Es herrscht das Regiment der Reduktion im Zusammenspiel von Melodie, Harmonie und Rhythmus. Über dem Rhythmusteppich von Marc Bosseler am Schlagzeug, Johannes Schneider am Bass und Matthias Roth an der Gitarre dominiert ein sich formidabel ergänzendes Kontrastprogramm aus Tobias Webers Trompete/Flügelhorn und Tobias Lukschs Piano.
Besonders Tobias Weber mit seiner Trompete ist bei seinen solistischen Improvisationen Hymnenlieferant, Melodie-Erkunder und Harmoniebedürftiger zugleich. Seine Soli haben melancholischen Zauber und melodisch-dynamische Spannkraft.
Belebend wirken die Interplays mit Luksch im Titel "Missing some one" oder mit der eisklaren Gitarre von Roth in "Fool the fool", beide von Johannes Schneider komponiert. Auch Roth macht deutlich, dass Tempo allein nicht der einzig glückselig machende Parameter in Sachen Rhythmus ist. Sein gläserner und doch warmer Sound wirkt in keinem Moment sentimental. Hand und Fuß haben auch die Improvisationen von Tobias Luksch am E-Piano. Mit sensibler Besenarbeit begleitet Marc Bosseler am Schlagzeug, stachelt seine Mannschaft bei den Up-Tempos mit lässigen Querschüssen an. Zusammen mit dem Bassisten Johannes Schneider verbindet er alle Titel wie ein Tryptichon. Neben Schneider hat auch Tobias Luksch mit zwei Kompositionen zum Gelingen beigetragen.
Die fachmännisch aufgenommene CD lobt auch Frederik Köster [...] und fordert auf "Weiter so!" Dem ist nichts hinzuzufügen."
(Rheinpfalz, 30.12.2010)
"Moon Alley im Café Hermann's"
"[...] Die fünfköpfige Band besteht seit rund drei Jahren und hat sich im Dunstkreis der Universität zusammengefunden. Im Gepäck hatte sie ihre schöne CD "Lunar Regions".
Alle Titel der Scheibe sind komplett selbst geschrieben und arrangiert. Sie bildeten das Hauptprogramm im Café Hermann's. Und neben musikalischem Einfallsreichtum mangelt es der Gruppe auch nicht an Spielfreude.
Die Spannungsbögen reichten so über weite Strecken, inklusive einer homogenen und tragenden Dichte der Musik. Entscheidend scheint hier auch zu sein, dass sich keiner der Fünf allzu sehr einer etwaigen Profilierungssucht hingibt, sondern dass ganz im Gegenteil die Soli immer dem oft treibenden Zusammenspiel untergeordnet bleiben. Dies bedingt eine überaus angenehme und anregende Wirkung ihres Stils.
Die Nummern des Silberlings mit Titeln wie "Fool The Fool", "Slightly Eerie" oder "Hope Remains" sind mal blueslastig, etwa wenn Gitarrist Matthias Roth entsprechend in die Saiten greift. Mal wird"s auch fast rockig, wobei alle Rhythmen und Melodien zumindest in leicht jazziger Schräglage enden. Tobias Weber an Flügelhorn und Trompete fungiert versiert und gekonnt als Frontmann und scheint "die Seele vom Geschäft" zu sein. Tobias Luksch am E-Piano weiß tragende Soli einzubringen, Johannes Schneider am Kontrabass gefällt nicht nur durch das Vorführen neuester Hutmoden, sondern auch durch seine unauffällige, aber substanziell wichtige Arbeit. Komplettiert wird die Formation durch den Schlagzeuger Marc Bosseler, der treibt und drückt, wie es sich für einen ordentlichen Drummer gehört.
Das Programm der Gruppe wirkt stets frisch und sauber einstudiert - da steckt jede Menge Arbeit drin. Dass die sehr guten Einzelleistungen auch wirklich zu einem musikalischen Guss verschmelzen, zeigt die Verbundenheit der Musiker untereinander. Mit "Moon Alley" ist Lautern um eine tolle Band reicher geworden, auf das nächste Konzert darf man gespannt sein."
(Rheinpfalz, 25.1.2010)
"Aller guten Dinge sind Jazz"
"Fast auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem Debüt beim letzten
Dreierpack-Konzert zeigte sich die Formation aktuell als straffe Einheit.
[...] Warum nur liefen einem als Zuhörer da immer wieder regelrechte Schauer über den
Rücken? An den hochsommerlich heißen Innentemperaturen im Juz alleine konnte es nicht
gelegen haben." (Rheinpfalz, 28.6.2008)
"Neuer Stern am Lautrer Jazz-Himmel"
"Auch die latin-orientierten Stücke zeugten
von der Spielfreude und dem Temperament, denen die fünf freien Lauf ließen.
... [Es] lief alles wie aus einem Guss,
druckvoll und abwechslungsreich ging es mindestens im vierten Gang voran.
Tobias Weber an der Trompete ersetzte streckenweise einen ganzen Bläsersatz,
er wusste seinem Instrument tragende und ausdrucksstarke Soli und Melodien zu entlocken."
(Rheinpfalz, 14.5.2008)
zuletzt aktualisiert am 1. Februar 2011
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